Das Geheimnis von Eberswald

Eton, Ayianna, Rodim und Aria verfolgen den angeblichen Baron von Eberswald per Pferd bis zu einer Höhle. Die Höhle scheint groß zu sein, aber nach wenigen Metern ist kein Weiterkommen. Ein scheinbar endloser Abgrund versperrt den Weg.

Nachdem sich die Gruppe etwas umgesehen hat, entdecken sie einen kleinen Felsvorsprung über Ihnen. Nach einem erfolglosen Versuch und einem schmerzenden Hinterteil schafft Aria mit Hilfe Ihrer neuerworbenen Kletterhaken die Felswand zu erklimmen und auf den Vorsprung zu gelangen. Und siehe da, am Vorsprung findet sie eine gut verankerte Strickleiter die hochgezogen war. Ein Gang – eigentlich mehr ein Loch als wirklicher Gang – führt von hieraus weiter. Eton zaubert mehrere Lichtsteine um die Sicht sicherzustellen. Dann robbt die Gruppe den Stollen entlang. In den Händen den Rucksack, geht es Zentimeter für Zentimeter voran. Der Stollen strebt langsam aber stetig begab.

Der Gang endet abrupt in einer Felswand 3-4 Meter über Boden. Glücklicherweise baumelt, als wäre sie nur zu diesem Zweck geschaffen, eine weitere Strickleiter hinunter. Unsere Helden wissen natürlich, dass dies der Weg sein muss über den der betrügerische Burgherr geflohen ist.

Aria steckt Ihren Kopf aus dem Stollen und vor Ihr eröffnet sich eine Kammer. Nicht allzu groß – vielleicht gerade einmal 10 Meter im Durchmesser und 5 bis 6 Meter hoch. Der Boden der Kammer fällt leicht nach links ab. In den gegenüberliegenden  Wänden befinden sich drei Öffnungen. Durch den linken und den mittleren der Durchgänge ist Wasser in die Kammer gedrungen und bedeckt nun zirka die Hälfte des Raumes. Der rechte Gang hingegen scheint trocken zu sein. Auf dem harten Felsboden Spuren auszumachen ist schier unmöglich. Sollte Heerwald durch das Wasser geflohen sein, so ist dies zulange herum noch etwas sehen zu können. Jetzt hilft einfach nur Glück. Eton will den fliehenden Schurken auf jeden Fall den Weg zur Flucht abschneiden. Also ist rucks-flugs, mittels Räuberleiter, die Strickleiter nach oben befördert.

Der trockene Gang ist groß genug, dass ein Mann aufrecht darin gehen kann. Die Gruppe entscheidet sich, diesem zu folgen. Der Weg führt leicht nach oben. Aria kann feststellen, dass sie – trotz des leichten Anstieges – tief unter Tage sind. Der Stollen, den sie zuvor auf Haenden und Bauch durchquert haben, hat sie tief in den Berg geführt. Auch die Gestalt des Felsen hat gewechselt. War der Stein in dem Stollen noch purer geborsten Fels – so sind nun Tropfstein-Formationen vorherrschend.

Nach einiger Zeit eröffnet sich in der linken Gangwand ein kleiner Spalt zwischen den Stalagmiten. Die Gruppe wagt einen Blick. Dahinter bietet sich ein gleichsam majestätischer wie furchterregender Anblick. Ein gigantischer unterirdischer See ist hier über die Jahrtausende entstanden. „Und er dürfte nicht unbewohnt sein.“, ergänzt Rodim. In der Ferne, auf der anderen Seite des mit wassergefüllten Felsendomes, ist das Flackern eines Lagerfeuers zu erkennen.

Die Diebin, der Waldläufer, der Magier und die Hexe folgen dem Pfad. Und tatsächlich führt dieser als Rundgang um den See. So marschieren die vier im Schutze der Tropfsteine stetig weiter. Ihr Ziel fest vor Augen. Zirka auf der Hälfte Ihres Weges – also bei einer Viertelumrundung – endet der Pfad abrupt und eine Öffnung gibt den Weg auf den See frei. An dieser Stelle, gibt es sogar so etwas wie ein Ufer. Eigenartige Felsformationen ragen aus dem See heraus.  Fast wie Treppen, reihen sich fünf- und sechseckige Steinsäulen aneinander.

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Bedacht darauf nicht aufzufallen, verpacken die vier Ihre Lichtquellen – und völlige Finsternis umgibt sie. Es dauert einige Minuten bis sich Ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen und Ihre geschärften Elfensinne etwas ausmachen können. Auf dem See schwimmen Algen die schwaches türkises Licht abgeben. Über Jahrhunderte hinweg haben die Pflanzen auch langsam die Felswände erobert und sich in Ritzen und Spalten festgesetzt. An diesen Stellen kann man durch das phosphoriszierende Licht die Ausmaße der Höhle erkennen.

Von hieraus lässt sich der Rastplatz am anderen Ende des Sees besser ausmachen. Man kann ganz klar ein vertäutes Boot erkennen mit dem der Verräter offensichtlich übergesetzt hat. Aber wie geht es nun weiter? Es scheint kein Weg auf die andere Seite zu existieren. Hmmm… unsere Gefährten setzen sich zusammen und beraten die Lage.  Nachdem sich Ratlosigkeit in der Gruppe breit macht, schlägt Ayianna vor eine Vorherzusage zu versuchen wie sie denn das Wasser überqueren werden. Dies führt allerdings nicht zum gewünschten Erfolg. Schwimmen scheint aufgrund der regen Aktivität im Wasser keine Option zu sein. Schließlich einigt man sich darauf, dass Ayianna mit Ihrem Stab auf die andere Seite fliegt, das Boot enttäut und zurückfliegt und das Boot mitzieht. Dies misslingt. Das Boot ist so gut verknotet, dass Ayianna es nicht rechtzeitig losmachen kann, bevor Ihr Stab die Flugeigenschaft verliert. Nicht entmutigt, entknotet sie das Gefährt, steigt hinein, lässt es lautlos ins Wasser gleiten, und erst einige Meter vom Ufer entfernt ergreift sie die Ruder und kehrt zu Ihren Freunden zurück.

Mit dem Boot ist es – wenn auch gefährlich – möglich überzusetzen. Rodim spricht mehrere Stille-Sprüche (auf Ruder und Bug) um eine verborgene Landung zu gewährleisten. So nähert sich unsere Gruppe dem Bösewicht ruhig und lautlos. Als sie näherkommen, kann die Gruppe ein riesiges, mit Runen überzogenes Felsentor ausmachen. Vor diesem steht der verräterische Baron und hat einen eigentümlich anmutende Ritualgesang angestimmt. Ruhig und bedächtig führen Sie das Boot in Richtung Ufer. Angekommen, verliert Ayianna beim Aussteigen kurz den Halt und steigt ins Wasser – „Platsch!“. Von diesem Geräusch gewarnt, entdeckt Heerwald die Ankömmlinge. „Ihr könnt es nicht mehr aufhalten.“, schmettert er Ihnen entgegen, das Zepter derer von Eberswald in beiden Händen.

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Vor dem Runentor steht der verräterische Baron und hat einen eigentümlich anmutende Ritualgesang angestimmt.

Nicht lange zögernd, entfesselt Rodim einen Blitzschlag der Heerwald niederstreckt, zu Boden wirft und das Zepter in die Luft schleudert. Heerwalds Körper liegt regungslos am kalten Felsgestein. Als das Zepter am Boden auftrifft, löst sich dessen Kappe und ein Blitz entfährt schlagartig dem Zepter. Ein Blitz, an Intensität stärker als alles was die vier zuvor gesehen haben. Garth-sei-gedankt in die andere Richtung! Und weg von unseren vier Helden. Aber halt! Der Blitz scheint die Richtung zu ändern! Und – er kommt zurück! Mitten auf unsere Gruppe zu!

Nicht nur von der in der Luft liegenden Elektrizität stehen Eton, Rodim, Aria und Ayianna die Haare zu Berge als der Blitz auf sie zurast.

Wie tausend kleine Geiseln brennt es auf der Haut als der Blitz in die Gruppe einschlägt und wie ein Rammbock durch sie hindurch fährt. Ein kurzer Moment des Durchatmens bevor das Ungetüm wieder umdreht und erneut auf das Lager zurast. Diesmal verfehlt das Monster sein Ziel und schlägt unter lautem Knistern in das Felsentor ein.
Als es sich wieder davon lösen will, scheint es als würde es an dem Runenkreis festzukleben. Ein lautes Heulen geht durch den Felsendom. Fast könnte man meinen, einen schmerzhaften Schrei zu vernehmen. Die Runen des Siegels beginnen in einem hellen Licht zu leuchten. Stück für Stück verschwindet das Wesen in dem magischen Tor bis es schließlich vollends absorbiert ist. Nachdem das Blitzwesen verschwunden ist, ist der Blick auf das Tor wieder frei. Die Runen sind verschwunden und das Steintor selbst beginnt sich aufzulösen.

Nach wenigen Augenblicken ist das Tor vollständig verschwunden, und gibt den Blick auf einen seltsamen violetten Nebel frei, aus dem sich eine Gestalt schält.

„Lasst uns Fersengeld geben!“, sagt Ayianna nervös. Doch die anderen sind wie gebannt von den beobachteten Vorgängen.

Aus dem Nebel tritt eine Person. In diesem Moment können die vier erkennen, dass es sich um keinen Menschen handelt. Ein bis auf die Gebeine verwestes Wesen steht nun nur wenige Meter von Ihnen entfernt. Noch scheint es sie nicht wahrgenommen zu haben.

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„Ha ha ha haaaaaa! Frei! Endlich frei!“ lacht es – Nichts Gutes ahnend lassen.

„Lasst uns Fersengeld geben!“, wiederholt Ayianna nervös.

In diesem Moment erspäht der Befreite den vor sich liegenden Heerwald. „Du, du hast mich befreit! Sei belohnt!“, spricht er mit tiefer Stimme und gestikuliert mit seiner Hand. Vorauf sich der tote Körper zu regen beginnt.

„Lasst uns endlich abhauen!!“ insistiert Ayianna. Wie aus Trance gerissen, schauen die anderen sie an. Für einen kurzen Moment scheinen alle das selbe zu denken. Und nehmen die Beine in die Hand! Ins Boot und über den See, hastig fliehen sie. Erst am Hoehlenausgang ringen sie das erste Mal um Luft. Sehen sich fragend an. „Und jetzt?“, bringt es Aria auf den Punkt.

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